Dr. Kalle Kotz auf dem blutigen Weg...


Zum Buch...
Background image by Robert Zimmermann, Berlin

 Kurz vor Charon

18. März 2016 18:56

Solche Leiden sah ich oft, meinte leis der alte Mann. Was hatten wir nicht all gehofft, Dass das nie mehr …

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 Der Apostapokalypsist

16. Februar 2016 20:43

An zehenlangen Tagen Schlugen Sie in Kerben Es waren schwere Hünen Die stellten keine Fragen Brachten uns das Sterben Auf …

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 Kalle und das Wasser

9. Dezember 2015 19:42

Während die Welt dem Abgrund entgegenschlittert, stellt Hengstenberg fest, dass das Leitungswasser seinen Namen nicht mehr verdient. Er ahnt, wer …

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 Kalle und die junge Frau

29. November 2015 19:04

Kalle stand am Straßenrand. Ein paar herbstliche Blätter wehten vorbei. Er hatte seit einer Weile eine junge Frau dabei beobachtet, …

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 Die Begegung am Fluss

27. November 2015 18:17

Eines Tages war Kalle wieder draußen unterwegs. Er lief am großen Fluss entlang, hörte das Platschen der Wellen am betonbegradigten …

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 Die ersten Rezensionen zum blutigen Weg

26. November 2015 16:49

Für Interessierte: Die Leseprobe auf Amazon

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 Kalle Kotz erzählt von seinem Buch

2. November 2015 17:46

Kalle Kotz: Der blutige Weg nach Absurdistan: wohin er führt … Außerdem: (für Interessierte): Die Leseprobe

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 Der seltsame Tagtraum

6. Oktober 2015 21:13

Erst neulich hatte Kalle Kotz die Pfütze übersprungen. Er war auf eine alte Frau getroffen, die sein Buch („der blutige …

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 Aus der Reihe: Vorsicht, Lyrisch

19. September 2015 22:47

Der Narr   Leider lebt kein Held auf dieser Welt, in der das Böse sich gesellt zum Esel, den sich …

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 Das Kopier-Papier und der # Seltsamer Tagtraum

17. September 2015 12:14

# Wo ist das Kopier-Papier? Wie war gleich der Gedanke? Muss ihn aufschreiben, bevor ich’s vergesse, wie ich ständig alles …

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 Der blutige Weg nach Absurdistan


Release am 30.09.2015. Ein besonderer Tag!

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Inhaltsbeschreibung:

Skurrile Geschichte: für alle, die einmal etwas anderes lesen wollen. Die Geschichte wurde in einem langjährigen Reifeprozess durchdacht. Überraschende Wendungen, rauer Wortwitz und mittelmäßige Eloquenz der Akteure lassen erkennbar werden, dass der Autor die Menschheit in einer schönen neuen Welt angekommen sind und nicht mehr wissen, wie sie damit umgehen sollen. Die Isolation des Einzelnen wird greifbar in einer Welt, in der eine Gefühl für Nähe und Freundlichkeit verloren gehen. Eine Geschichte, die sich ob der erzeugten Bilder in der Nähe von Camus‘ „der Fremde“ wähnt und dabei weitaus mehr erzählt als eine Superheldengeschichte.Absurdistan Cover - by Robert Zimmermann, Berlin

Der blutige Weg nach Absurdistan beschreibt den Kampf des Superhelden Hengstenberg gegen den Herrn Imperialismus. Auf ironische, zynische und bisweilen absurde Art und Weise. Der Held versucht eine Antwort auf die Verrohung der Gesellschaft zu finden. Doch die Probleme sind vielschichtig, wie die Geschichte selbst. Und vielleicht ist er sogar manchmal selbst das Problem …

Es ist ein herbstlicher Tag im Frühling. Hengestenberg fliegt in die Semmelgasse. Er hat etwas gehört, das ihn beunruhigt. Sein Riecher war richtig. Er findet Leichen; entsetzlich entstellte Tote. Er spürt, dass das Töten gerade erst begonnen hat, blickt sich um, sieht aber Niemand. Natürlich wird ihm sofort klar, dass er wegen seiner dissoziativen Störung mal wieder zur Therapie müsste. Doch Hengstenberg spürt auch, dass etwas auf ihn wartet. Ganz langsam kriecht es durchs Dickicht auf ihn zu – es ist die Bestie. Und Hengstenberg spürt, dass ihm dieses Vieh Schmerz zufügen kann. Denn obschon er ein Superheld ist, ist er nicht unverwundbar …

Immerhin muss der als Verwaltungsangestellter getarnte Held, die Sache nicht unvorbereitet angehen. Er hat ein Skript geschrieben, das sich wie eine Roadmap liest. Fast könnte man deshalb meinen, das Schicksal der Menschen sei ein gerader Weg. Doch der Weg biegt sich. Und er scheint sich mehr und mehr an der Zielgeraden vorbeizubiegen. Immerhin ein Plan!

 

Teil 1 des düster-heiteren Lust- und Frustspiels mit zweifellos doppeltem Boden.

 

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Absurdistan, Cover by Robert Zimmermann, Berlin, 2015, Copyright geschützt ©

 

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 Das brennende Wasser des Dick C

14. Dezember 2015 17:11

Hengstenberg trinkt vom Leitungswasser. Er spürt, wie verdorben es ist, schmeckt eine seit kurzem erlaubte Note Arsen im Wasser und …

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 Der blutige Weg nach Absurdistan – Kostprobe

11. November 2015 18:48

Im Innenhof, fernab der Welt Ich schrecke hoch. Hektisches Krächzen und Keuchen dringen aus der Hofeinfahrt, in die Benhur der …

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 Der Stoff aus dem die Helden sind

29. September 2015 9:45

Als für Hengstenberg die Mittagszeit anbricht, kann er endlich durchatmen. Gleich wird er die Tür aufstoßen und frische Luft in …

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 Fortsetzung zum Heldenstoff – Die Bestie

 9:44

Hengstenberg ist wenig amused über die (vermeintliche) Entdeckung des kleinen Mädchens. Er weiß, dass dort draußen eine Bestie lauert, die …

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 Die Bestie kommt näher

 9:43

Der Held blickt sich um, fühlt sich beobachtet. Er weiß, die Bestie wird sich nicht aufhalten lassen. Eine Schlacht steht …

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 Die Alte Frau auf der Parkbank

 9:42

Hengstenberg wartet auf seine „Freunde“. Es ist Essenszeit. Die Ungeduld wird verstärkt, als eine alte Frau vor seinen Augen auf …

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 Traumjucken?

 9:41

Beim Mittagessen beginnt es ruppiger zu werden. Jeder versucht etwas zu verschleiern. Die Art und Weise wie dies geschieht erscheint …

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 People like Sigmar did this to us

11. Oktober 2015 21:02

People like Sigmar did this to us    

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 About Kotz


Kalle Kotz – wie er begann und warum er landete

 

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Kalle Kotz tritt auf die Straße. Einen Regenschirm hat er in der Hand, denn es schüttet in Strömen. Der Tag ist trüb; er wird trüb bleiben. Der junge Mann mit den strahlend blauen Augen blickt sich um, schaut erst links, dann rechts und atmet durch. Die Düsterkeit seiner Kammer war schlimmer gewesen. Die Nacht hatte er allein verbracht – wie immer; denn der Mann mittleren Alters, dessen Gesicht seine Jugendlichkeit noch nicht verloren hat, ist schüchtern – weiß Gott aber kein hässlicher Gnom; nur eben sehr unbeholfen, wenn er die Diskothek betritt. Wie viel Blickkontakt ist erlaubt? Wann muss ich sprechen? Wann etwas sagen? Bloß nichts Falsches! Körper aufrecht! – unnatürlich! Stets geht der Kotz nämlich ein wenig gebückt. Nicht, dass er nicht aufrechter könnte. Doch „es ist nicht gut, die Nase zu weit oben zu tragen“, hatte ihm einer gesagt, auf dessen Urteil er vertraute.

 

Der Mann, im hippen Hipster-Look, hat sich vor kurzem einen Bart wachsen lassen. Viele sahen ihn nun mit anderen Augen. Aber war das besser? Anders sahen sie an, als damals noch, wenn er stundenlang in der Bibliothek gesessen hatte, um über Büchern und Papier zu studieren. Doch der Kotz hatte sich ein Ziel gesetzt. Er wollte alles analysieren. Er wollte die Welt verstehen. Dabei verstand er, wie er manchmal einräumte, nicht mal sich selbst.

 

Als Kalle Kotz vierzehn Jahre alt war, hatte er seine ersten Gedichte geschrieben. Anfangs noch recht unbeholfen, waren sie gewachsen, wie ein Pflänzchen, dem man zu trinken gibt. Als er achtzehn Jahre alt war, gab seine Festplatte den Geist auf und er verlor eine Sammlung von über sechshundert Gedichten. Noch am gleichen Tag gab er das Schreiben auf. Zu frustrierend war die nur mehr brüchige Erinnerung an all die verlorenen Gedanken. Irgendwo auf einer kenianischen Mülldeponie würden sie sicher gelandet sein. Der Kotz verlor sich, verlor sich im Recht und dem, was es auszusagen vermag. Lange hatte er es studiert und lange hatte er gelernt. Erst zehn Jahre später hatte ihn die Muse wieder geküsst. Nicht zuletzt hatte ihn sein steter Begleiter, Herr Niemand, in einer finsteren Minute dazu angestachelt, doch etwas zu schreiben. Der Kotz hatte überlegt. Was hatte er mit sich gehadert. Schließlich aber warf er die Zweifel über Bord. Nach langer, harter Arbeit bemerkte er gegen Ende, dass er zufrieden sein durfte. Kein bloßes Wortgedöns, kein müder Schwall. Er wollte es der Welt zeigen, wohl wissend, dass sie darauf nicht vorbereitet sei. Er wollte ihr vermitteln, dass sie ein wunderbarer Ort war. Ein Fleck zwar nur im weiten All – dennoch aber mit Potential. Dann fand er den Polyphem. Er fand ihn in sich und bekämpft ihn seither – und wie es scheint, mit wachsendem Erfolg. Er wollte, nein, er durfte nicht länger der sein, der als der von Odysseus geblendete Zyklop in die Geschichte einging. Er hatte mehr zu bieten, glaubte er, als von einem hohen Felsvorsprung aus Steine auf das Meer zu werfen, denn „das kann jeder!“, hatte Herr Niemand ihm gesagt.

 

Kalle Kotz geht einen Schritt. Ein herannahendes Auto wird ihn im nächsten Augenblick bespritzen. Zu spät! Zu nah ist der Wagen und zu kurz die Zeit, die bleibt, um noch zu reagieren. Doch der Autofahrer sieht ihn, sieht die Pfütze und umkurvt sie im letzten Moment. Kalle Kotz ist erleichtert. Er weiß, der Autofahrer, der seine Dankbarkeit vielleicht gar nicht bemerkt hat, hatte andere Optionen. „Es gibt noch Hoffnung“, murmelt der mit einem Mal sehr altklug wirkende Kotz. Und der Kotz springt über die Pfütze. Jung wirkt sein Sprung, alt aber knacken die Glieder, als er hinter der Pfütze landet. Sein Buch, das er stets mit sich trägt, rutscht unter seinem Arm und fällt, fällt in Richtung der von dicken Tropfen aufgewühlten Lache. Doch eine alte Frau, die er bisher gar nicht bemerkt hatte, fängt es, mit einem übertriebenen Reflex. Sie lächelt verschmitzt, als sie das Cover betrachtet: „Der blutige Weg nach Absurdistan?“, fragt sie. „Wo liegt denn das?“ „Beinahe wäre es in der Pfütze gelegen“, erwidert Kalle und lächelt ebenfalls. Dankend nimmt er das Buch entgegen, betrachtet einen Augenblick den fließenden Verkehr, dreht sich wieder zu dem Weib – doch die alte Frau ist weg. „Manche Dinge sollen wohl so sein“, murmelt der Kotz kopfschüttelnd in sich hinein und verschwindet zwischen den Häusern auf der anderen Straßenseite, begleitet von der Gewissheit, seine Bestimmung gefunden zu haben.

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